Ferdinand

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Ferdinand
FeŐ£rdinand,
 
spanisch, portugiesisch FernaŐ£ndo, italienisch FerdinaŐ£ndo, Herrscher:
 
¬†1) FeŐ£rdinand I., Kaiser (seit 1556/58), * Alcal√° de Henares 10. 3. 1503, ‚úĚ 25. 7. 1564, Sohn Philipps I., des Sch√∂nen, und Johannas der Wahnsinnigen, j√ľngerer Bruder Kaiser Karls V., Vater von 23); in Spanien unter starkem scholastischem Einfluss erzogen und in den Niederlanden (ab 1518) mit der humanistischen Gedankenwelt des Erasmus von Rotterdam bekannt geworden; erhielt in den mit seinem Bruder Karl abgeschlossenen habsburgischen Teilungsvertr√§gen von Worms (21. 4. 1521 und Br√ľssel (7. 2. 1522 die √∂sterreichischen Erblande einschlie√ülich Tirols und der Besitzungen in den Vorlanden und (bis 1534) in W√ľrttemberg. Er gelangte als Vertreter seines h√§ufig abwesenden kaiserlichen Bruders im Heiligen R√∂mischen Reich relativ rasch zu Einfluss, der sich nach seiner Wahl zum R√∂mischen K√∂nig (5. 1. 1531 noch stetig vergr√∂√üerte. Durch seine Wahl zum K√∂nig von B√∂hmen (als Ferdinand II.) und von Ungarn (22. 10. beziehungsweise 16. 12. 1526; gekr√∂nt 24. 2. beziehungsweise 3. 11. 1527) wurde Ferdinand zum Begr√ľnder der habsburgischen Donaumonarchie. Sein ungarisches K√∂nigtum hatte er zun√§chst gegen√ľber Johann I. Z√°polya zu behaupten, nach dem Frieden von Gro√üwardein (1538) in Auseinandersetzungen mit den T√ľrken (beschr√§nkt auf das ¬ĽK√∂nigliche Ungarn¬ę). Im Zusammenhang mit der st√§ndigen osmanischen Bedrohung (1529 erste Belagerung Wiens) stehen seine die Verwaltung betreffenden Zentralisierungs- und Vereinheitlichungsbestrebungen in den √∂sterreichischen Erblanden (u. a. Hofrat, 1522, Hofkriegsrat, 1556); in seiner ¬ĽHausordnung¬ę von 1554 verf√ľgte er ihre Aufteilung an seine S√∂hne nach seinem Tod (Habsburger). Es gelang Ferdinand, neben Karl V. zu einem wesentlichen Gestalter der politischen und religi√∂sen Verh√§ltnisse im Reich zu werden. Er wurde zum Vermittler zwischen Reichsf√ľrsten und Kaiser w√§hrend der F√ľrstenverschw√∂rung (1552) und war um einen Ausgleich zwischen den Konfessionen bem√ľht (1552: Passauer Vertrag, 1555: Declaratio Ferdinandea, Augsburger Religionsfriede). Eine vers√∂hnliche Religionspolitik verfolgte er auch nach der Abdankung Karls V. (1556) und seinem verz√∂gerten offiziellen Herrschaftsantritt als Kaiser (Kr√∂nung 24. 3. 1558), indem er gegen√ľber dem Konzil von Trient f√ľr die Aufhebung des Z√∂libats und die Gew√§hrung des Laienkelchs eintrat.
 
Ausgabe: Die Korrespondenz Ferdinands I., bearbeitet von W. Bauer u. a., 3 Bände in 4 Teilen (1912-84).
 
 
F. B. von Bucholtz: Gesch. der Reg. F. des Ersten, 9 Bde. (Wien 1831-38, Nachdr. Graz 1968-71);
 W. Bauer: Die Anfänge F.s I. (Wien 1907);
¬†P. Sutter Fichtner: F. I. Wider T√ľrken u. Glaubensspaltung (a. d. Amerikan., Graz 1986).
 
¬†2) FeŐ£rdinand II., Kaiser (seit 1619), * Graz 9. 7. 1578, ‚úĚ Wien 15. 2. 1637, Sohn Erzherzog Karls von Inner√∂sterreich (Steiermark, K√§rnten, Krain), Vater von 3), Enkel von 1). Von Jesuiten erzogen und zeitlebens beraten, trat Ferdinand als Landesherr Inner√∂sterreichs (seit 1590 Erzherzog, seit 1595 Regent) entschieden f√ľr die Rekatholisierung ein und lie√ü die 1586 neu gegr√ľndete Universit√§t Graz zum geistigen Zentrum der gegenreformatorischen Aktivit√§ten werden. Er vereinigte die √∂sterreichischen Erblande wieder, trat aber 1623 Tirol an seinen Bruder, Erzherzog Leopold V., ab. Noch zu Lebzeiten seines Vorg√§ngers Matthias zum K√∂nig in B√∂hmen (1617) und Ungarn (1618) gew√§hlt, beg√ľnstigte er auch dort die Gegenreformation; infolge des B√∂hmischen Aufstandes (offen ab 23. 5. 1618) verlor er aber die Wenzelskrone zeitweise wieder. Nach seinem Sieg am Wei√üen Berg (1620) betrieb Ferdinand in B√∂hmen eine umfassende katholische Restauration und bewirkte durch umfangreiche G√ľterkonfiskationen eine starke Auswanderungsbewegung des protestantischen Adels, die weit reichende soziale und √∂konomische Folgen hatte. Im Heiligen R√∂mischen Reich wurde Ferdinand eine Woche nach seiner Absetzung als K√∂nig von B√∂hmen am 28. 8. 1619 zum K√∂nig und Kaiser gew√§hlt und festigte seine Stellung schnell auf der Grundlage des M√ľnchener Vertrages mit der Liga und seinem Schwager, Herzog Maximilian I. von Bayern (1619). W√§hrend er sich in B√∂hmen mit der ¬ĽVerneuerten Landesordnung¬ę (1627) endg√ľltig im erbmonarchischen Sinne gegen die St√§nde durchsetzte, gelang ihm dies im Reich nicht, wo er mit der Verk√ľndung des Restitutionsediktes (1629) den H√∂hepunkt seiner Macht erreichte. Nach fr√ľheren erfolglosen Bem√ľhungen gelang es ihm 1636, seinen Sohn Ferdinand gegen vorherige Zugest√§ndnisse an die Kurf√ľrsten (u. a. Verzicht auf Durchf√ľhrung des Restitutionsedikts, Entlassung A. W. E. Wallensteins 1630) zu seinem Nachfolger w√§hlen zu lassen. Mit dem protestantischen Kurf√ľrsten von Sachsen schloss er den Frieden von Prag (1635), dem fast alle Reichsst√§nde beitraten; er konnte aber den Reichsfrieden nicht wiederherstellen (Drei√üigj√§hriger Krieg). - Mausoleum in Graz.
 
 
F. C. von Khevenh√ľller: Annales Ferdinandei. .., 9 Bde. (1610-46; Neuausg. in 12 Bdn. u. 2 Suppl.-Bdn. 1721-26);
 F. von Hurter: Gesch. Kaiser F.s II. u. seiner Eltern, 11 Bde. (1851-64);
 
Akten u. Korrespondenzen zur Gesch. der Gegenreformation in Innerösterreich unter F. II., hg. v. J. Loserth, 2 Bde. (Wien 1906-07);
 H. Sturmberger: Kaiser F. II. u. das Problem des Absolutismus (1957);
 J. Franzl: F. II. Kaiser im Zwiespalt der Zeit (Graz 21989);
 M. Frisch: Das Restitutionsedikt Kaiser F.s II. vom 6. März 1629 (1993).
 
¬†3) FeŐ£rdinand III., Kaiser (seit 1637), * Graz 13. 7. 1608, ‚úĚ Wien 2. 4. 1657, Sohn von Kaiser 2), Vater von Kaiser Leopold I.; wurde 1625 ungarischer, 1627 b√∂hmischer und nach einem gescheiterten Wahlversuch (Regensburg, 1630) erst 1636 R√∂mischer K√∂nig. Als Generalissimus (seit 1634) wesentlich am Sieg bei N√∂rdlingen (1634) und am Prager Frieden (1635) beteiligt, suchte Ferdinand ab 1637 vergeblich die Stellung des Kaisers im Reich zu st√§rken. Im Westf√§lischen Frieden (1648) konnte er die Zersplitterung des Reiches und Gebietsabtretungen an Schweden und Frankreich nicht verhindern, im ¬ĽJ√ľngsten Reichsabschied¬ę (1654) gelang nur eine ¬Ľabgebrochene Verfassungsreform¬ę des Heiligen R√∂mischen Reiches. W√§hrend er seinen √§ltesten Sohn Ferdinand (IV.) noch zu seinen Lebzeiten (1653) zu seinem Nachfolger w√§hlen lassen konnte, scheiterte nach dessen Tod 1654 eine erneute Nachfolgeregelung aufgrund des wachsenden Einflusses von K√∂nig Ludwig XIV. von Frankreich. In √Ėsterreich schuf Ferdinand eine straffe Verwaltung und sicherte das katholische Bekenntnis; in Ungarn hatte er sich bis zum Frieden von Linz (1645) mit Georg I. R√°k√≥czy auseinander zu setzen, der durch B√ľndnisse mit Schweden und Frankreich in eine antihabsburgische Allianz eingebunden war. - Ferdinand, selbst Komponist, f√∂rderte die italienische Oper in Wien.
 
 
M. Koch: Gesch. des Dt. Reiches unter der Reg. F.s III., 2 Bde. (Wien 1865-66);
 
Die Habsburger, hg. v. B. Hamann (41993).
 
 Aragonien:  
¬†4) FeŐ£rdinand II., der Katholische (spanisch ¬Ľel Cat√≥lico¬ę), K√∂nig von Aragonien (seit 1479), von Sizilien (seit 1468), als Ferdinand V. von Kastilien und Le√≥n (seit 1474/75, als Ferdinand III. von Neapel (seit 1504), * Sos del Rey Cat√≥lico (Provinz Saragossa) 10. 3. 1452, ‚úĚ Madrigalejo (Provinz Saragossa) 23. 1. 1516, Sohn Johanns II. von Aragonien, heiratete 1469 die Erbin Kastiliens, Isabella (Isabella I., die Katholische). Neben dieser wurde er nach dem Tod Heinrichs IV. von Kastilien (Ende 1474) als gleichberechtigter Mitk√∂nig und -regent in Kastilien anerkannt (Abkommen von Segovia, Januar 1475) und setzte die Thronanspr√ľche im folgenden Kastilischen Erbfolgekrieg (bis 1479) durch pers√∂nliches Eingreifen durch. Nach dem Tod seines Vaters (1479) waren nach langer Rivalit√§t Kastilien-Le√≥n und Aragonien (hier wurde Isabella nicht Mitregentin) vereinigt, obwohl sie staatsrechtlich ihr Eigenleben behielten. Da in Aragonien die Rechte der Krone eingeengt waren, lenkte Ferdinand seine Hauptkraft auf die Errichtung einer unumschr√§nkten Herrschaft in Kastilien. Bedeutend waren jedoch v. a. seine Erfolge auf milit√§rischem und au√üenpolitischem Gebiet. 1492 eroberte er die letzte spanische Bastion der Mauren, Granada, 1504 Neapel, 1512 Navarra bis zum Pyren√§enkamm und bahnte so den Zusammenschluss Spaniens an. Im Innern unterst√ľtzte er die Ausbildung der Inquisition, die Vertreibung der Juden und die Verfolgung der Mauren (Letzteres nur in Kastilien). Dem Herrscherpaar verlieh Papst Alexander VI. 1496 den Ehrennamen ¬ĽKatholische K√∂nige¬ę (¬ĽReyes Cat√≥licos¬ę). Die fr√ľhabsolutistische Herrschaft der beiden stie√ü jedoch in Kastilien auf starken Widerstand, sodass hier nach Isabellas Tod (1504) ihr Schwiegersohn Philipp I., der Sch√∂ne, regierte, bis Ferdinand nach dessen Tod (1506) die Regentschaft f√ľr seine Tochter Johanna (die Wahnsinnige) √ľbernahm. Da Ferdinands zweite Ehe mit Germaine de Foix, einer Nichte Ludwigs XII. von Frankreich, kinderlos blieb, waren Johanna und ihr Sohn Karl (Kaiser Karl V.) die Gesamterben der Reiche. - Als verschlagener Politiker erweckte Ferdinand die Bewunderung N. Machiavellis. Er und Isabella schufen die Grundlage f√ľr die Weltgeltung Spaniens im 16. Jahrhundert.
 
 
W. H. Prescott: Spaniens Aufstieg zur Weltmacht. Aus der Reg.-Zeit F.s u. Isabellas v. Spanien (a. d. Engl., Wien 1938);
¬†J. Vicens Vives: Historia cr√≠tica de la vida y reinado de Fernando II de Arag√≥n (Zaragoza 1962, nur zur Fr√ľhzeit);
 L. Suárez Fernández: Fernando el Católico y Navarra (Madrid 1985);
 
Hispania Austria. .., Ausst.-Kat. Schloss Ambras, Kunsthistor. Museum, Innsbruck (Mailand 1992);
 
Hispania Austria. Die Kath. Könige, Maximilian I. u. die Anfänge der Casa de Austria in Spanien. Akten des Histor. Gesprächs, Innsbruck, Juli 1992, hg. v. A. Kohler u. F. Edelmayer (Wien 1993).
 
 Bayern:  
¬†5) FeŐ£rdinand Maria, Kurf√ľrst (seit 1651), * M√ľnchen 31. 10. 1636, ‚úĚ Schlei√üheim 26. 5. 1679, Sohn von Kurf√ľrst Maximilian I.; widmete sich seit 1654, nach seinem selbstst√§ndigen Herrschaftsantritt (1651-54 unter Vormundschaft), innenpolitisch v. a. der Beseitigung der Folgen des Drei√üigj√§hrigen Krieges (1618-48). Durch aktive merkantilistische Wirtschaftspolitik, durch die Schaffung einer zentral gelenkten Staatsverwaltung und einer einheitlichen Gemeindeordnung (1670) sowie durch den ansatzweisen Aufbau eines stehenden Heeres f√∂rderte er die staatliche Entwicklung Bayerns. Au√üenpolitisch suchte Ferdinand, nicht in den Gegensatz zwischen √Ėsterreich und Frankreich hineingezogen zu werden. Er vermied einen Anschluss an den Rheinbund, engagierte sich aber an der Seite der Habsburger im Kampf gegen die T√ľrken. Gleichwohl schloss er sich ab 1670 enger an Frankreich an und konnte zugleich durch seine auf Erhaltung des Friedens gerichtete Politik eine starke Position im Heiligen R√∂mischen Reich erringen. - Seinen M√ľnchener Hof gestaltete der vielseitig begabte Ferdinand unter dem Einfluss seiner Gemahlin Adelheid Henriette (Prinzessin von Savoyen; seit 1652) zu einem gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt und f√∂rderte die italienisch beeinflusste Barockkultur in Bayern.
 
 
M. Doeberl: Bayern u. Frankreich. Vornehmlich unter Kurf√ľrst F. M., 2 Bde. (1900-03);
 M. Strich: Das Kurhaus Bayern im Zeitalter Ludwigs XIV. u. die europ. Mächte, 2 Bde. (1933);
 H. u. M. Rall: Die Wittelsbacher in Lebensbildern (Graz 1986).
 
 Bulgarien:  
¬†6) FeŐ£rdinand I., K√∂nig (Zar, seit 1908), * Wien 26. 2. 1861, ‚úĚ Coburg 10. 9. 1948, Sohn des √∂sterreichischen Generals August von Sachsen-Coburg-Koh√°ry, seit 1893 »ä mit Marie Luise von Bourbon-Parma. Am 19. 7. 1887 zum F√ľrsten des unter t√ľrkischer Oberhoheit stehenden Bulgarien gew√§hlt, aber erst 1896 durch die T√ľrkei und die Gro√üm√§chte anerkannt, nutzte er die jungt√ľrkische Revolution und die bosnische Annexionskrise am 5. 10. 1908, indem er Bulgarien zum unabh√§ngigen K√∂nigreich erkl√§rte und den K√∂nigstitel (Zar) annahm. Da die beiden Balkankriege 1912-13 nicht die angestrebte Annexion Makedoniens erbracht hatten, trat Ferdinand am 6. 9. 1915 aufseiten der Mittelm√§chte in den Ersten Weltkrieg ein. Unter dem Druck meuternder Truppen dankte er am 3. 10. 1918 zugunsten seines √§ltesten Sohnes Boris (III.) ab.
 
 Kastilien und León:  
¬†7) FeŐ£rdinand I., der Gro√üe (spanisch ¬Ľel Magno¬ę), Graf von Kastilien (seit 1029), K√∂nig von Le√≥n (einschlie√ülich Kastiliens, seit 1037/38), * um 1016/18, ‚úĚ Le√≥n 27. 12. 1065; von seinem Vater Sancho III. von Navarra 1029 mit der Grafschaft Kastilien belehnt und nach dessen Tod (1035) dort Alleinherrscher, erbte er 1037 das K√∂nigreich Le√≥n (Kr√∂nung 1038) und f√ľhrte den Titel ¬ĽK√∂nig von Le√≥n und Burgos¬ę. Er eroberte Teile Navarras, Portugals und der Maurenreiche. Als Oberherr des christlichen Spaniens wurde er seit etwa 1054 Kaiser genannt.
 
¬†8) FeŐ£rdinand III., der Heilige (spanisch ¬Ľel Santo¬ę), K√∂nig von Kastilien (seit 1217) und Le√≥n (seit 1230), * zwischen Zamora und Salamanca Ende (24. ?) Juni 1201, ‚úĚ Ende (31. ?) Mai 1252, Sohn Alfons' IX. von Le√≥n, Enkel Alfons' VIII. von Kastilien, erbte nacheinander Kastilien und Le√≥n und vereinigte die beiden Reiche endg√ľltig. 1236 eroberte er von den Mauren C√≥rdoba zur√ľck, 1243 Murcia, 1245 Ja√©n und 1248 Sevilla. Nur Granada blieb maurisch. Neubegr√ľnder der Universit√§t Salamanca; Ferdinand erlie√ü ein Zivilgesetzbuch; 1671 heilig gesprochen (Tag: 30. 5.).
 
¬†9) FeŐ£rdinand V., Ferdinand 4).
 
 Köln:  
¬†10) FeŐ£rdinand, Kurf√ľrst (seit 1612), * M√ľnchen 7. 10. 1577, ‚úĚ Arnsberg 13. 9. 1650; im Sinne der wittelsbach., gegen die reformatorischen Str√∂mungen gerichteten Politik fr√ľhzeitig f√ľr das geistliche Amt bestimmt und von Jesuiten erzogen. 1612 folgte er seinem Onkel Ernst als Erzbischof und Kurf√ľrst von K√∂ln sowie in seinen √ľbrigen geistlichen und weltlichen √Ąmtern; 1618 wurde Ferdinand auch Bischof von Paderborn. Ziel seiner eng an Bayern angelehnten Politik war die Bek√§mpfung des Protestantismus in seinen Territorien. Er schloss sich der Liga an und unterst√ľtzte im Drei√üigj√§hrigen Krieg (1618-48) die bayerische Politik. - Ferdinand tat sich besonders in der Hexenverfolgung hervor (2 000 Hexenverbrennungen zwischen 1627 und 1637).
 
 Neapel:  
¬†11) FeŐ£rdinand I., genannt FerraŐ£nte, K√∂nig (seit 1458), * Valencia 2. 6. 1423, ‚úĚ Neapel 25. 1. 1494, Gro√üvater von 12), nat√ľrlicher Sohn Alfons' V. von Aragonien; setzte seine Herrschaft trotz Niederlage bei Sarno (7. 7. 1460 durch den Sieg bei Troia in Apulien (18. 5. 1462 gegen das Haus Anjou und den aufst√§ndischen Adel durch. Sein Hof wurde ein Mittelpunkt der Renaissance und des Humanismus.
 
¬†12) FeŐ£rdinand II. (ViŐ£nzenz), genannt Ferrandino, K√∂nig (seit 1495), * Neapel 26. 6. 1467, ‚úĚ ebenda 7. 10. 1496, Enkel von 11); folgte seinem Vater Alfons II. (‚úĚ 1495) nach dessen Abdankung, musste jedoch vor den Truppen Karls VIII. von Frankreich fliehen und gewann Neapel dann mithilfe des spanischen Heerf√ľhrers G. Fern√°ndez de C√≥rdoba y Aguilar zur√ľck.
 
¬†13) FeŐ£rdinand III., Ferdinand 4).
 
¬†14) FeŐ£rdinand IV., Ferdinand 19).
 
¬†√Ėsterreich: ¬†
¬†15) FeŐ£rdinand I., Kaiser (1835-48), * Wien 19. 4. 1793, ‚úĚ Prag 29. 6. 1875; war trotz seiner k√∂rperlichen Gebrechen und geistigen Schw√§che aufgrund des Legitimit√§tsprinzips zur Thronfolge verpflichtet. Die Regierungsgesch√§fte f√ľhrte (auf Anweisungen Franz' I. hin) die Staatskonferenz, die sich aus Erzherzog Ludwig, dem Onkel Ferdinands, sowie seinem Bruder Franz Carl, Staatskanzler K. F√ľrst von Metternich und dem Staatsminister F. A. Graf von Kolowrat-Liebensteinsky zusammensetzte. Differenzen v. a. zwischen den beiden Letzteren f√ľhrten zur Stagnation √Ėsterreichs im Vorm√§rz und veranlassten 1848 Ferdinand zu zahlreichen Zugest√§ndnissen. Nach der erfolgreichen milit√§rischen Niederschlagung der Revolution dankte Ferdinand am 2. 12. 1848 zugunsten seines Neffen Franz Joseph (I.) ab.
 
 Portugal:  
¬†16) FeŐ£rdinand I., der Sch√∂ne (portugiesisch ¬Ľo Formoso¬ę), oder Ferdinand der Unbest√§ndige (¬Ľo Inconstante¬ę), K√∂nig (seit 1367), * Lissabon 31. 10. 1345, ‚úĚ ebenda 22. 10. 1383, Sohn und Nachfolger Peters I.; letzter K√∂nig aus dem burgundischen Haus auf dem portugiesischen Thron. Im Kampf gegen Kastilien, auf das er Thronanspr√ľche anmeldete, schloss er das sp√§ter oft erneuerte und f√ľr die portugiesische Geschichte entscheidende B√ľndnis mit England (1373). Seine Erbtochter Beatrix (* 1372, ‚úĚ nach 1409) heiratete zwar K√∂nig Johann I. von Kastilien, die Vereinigung von Kastilien und Portugal wurde jedoch von den portugiesischen Cortes vereitelt. Ferdinand f√∂rderte Landwirtschaft, Schiffbau und Handel und f√ľhrte eine Heeresreform durch.
 
 
S. D. Arnaut: A crise nacional dos fins do século XIV (Coimbra 1960).
 
¬†17) FeŐ£rdinand II., Herzog von Bragan√ßa (seit 1836), K√∂nig (seit 1837), * Wien 29. 10. 1816, ‚úĚ Lissabon 15. 12. 1885, √§ltester Sohn von Herzog Ferdinand Georg August von Sachsen-Coburg-Saalfeld, seit 1836 »ä mit K√∂nigin Maria II. da Gl√≥ria von Portugal. Er nahm aktiven Anteil an der Festigung der konstitutionellen Monarchie und war zeitweilig Oberbefehlshaber des Heeres. Nach dem Tod seiner Frau (1853) leitete er bis 1855 f√ľr den unm√ľndigen Kronprinzen Dom Pedro die Regentschaft. Die ihm angebotene griechische (1862) und spanische (1869) K√∂nigskrone lehnte er ab.
 
 Rumänien:  
¬†18) FeŐ£rdinand I., K√∂nig (seit 1914), * Sigmaringen 24. 8. 1865, ‚úĚ Sinaia 20. 7. 1927, Sohn des F√ľrsten Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen; seit 1893 »ä mit der englischen Prinzessin Maria, einer Enkelin K√∂nigin Viktorias. Bereits 1880 zum Thronerben seines kinderlosen Onkels Karl I. bestimmt, siedelte er 1889 nach Rum√§nien √ľber und bestieg am 11. 10. 1914 den Thron. Am Ersten Weltkrieg beteiligte sich Rum√§nien seit dem 27. 8. 1916 aufseiten der Entente. Trotz des verlustreichen Friedens von Bukarest (7. 5. 1918 konnte nach dem Zusammenbruch der Mittelm√§chte 1918 (unter Anschluss Siebenb√ľrgens, Bessarabiens, der Bukowina und der Dobrudscha) die Vereinigung aller von Rum√§nen bewohnten Gebiete vollzogen werden, worauf sich Ferdinand am 15. 10. 1922 in Karlsburg (Alba Iulia) zum ¬ĽK√∂nig von Gro√ürum√§nien¬ę kr√∂nen lie√ü.
 
 
I. Scurtu: Monarhia √ģn Rom√Ęnia (Bukarest 1991).
 
 Sizilien:  
¬†19) FeŐ£rdinand I., K√∂nig beider Sizilien (seit 1816), zuvor als Ferdinand IV. K√∂nig von Neapel und als Ferdinand III. von Sizilien (seit 1759), * Neapel 12. 1. 1751, ‚úĚ ebenda 3. 1. 1825, Gro√üvater von 20); aus dem Haus Bourbon, dritter Sohn und Nachfolger Karls VII. von Neapel-Sizilien, der 1759 als Karl III. K√∂nig von Spanien wurde. F√ľr den zun√§chst noch minderj√§hrigen K√∂nig leitete bis 1776 Graf B. Tanucci die Regierung. Politisch einflussreich war auch Ferdinands Frau (seit 1768) Maria Carolina, eine Tochter Maria Theresias. 1784 wurde ihr G√ľnstling J. F. E. Acton leitender Minister. Ferdinand nahm an allen Kriegen gegen das revolution√§re und napoleonische Frankreich teil, verlor Neapel 1798/99 und 1805-15 (Residenz: Palermo, wo er 1805 die Universit√§t stiftete). 1816 vereinigte er Neapel und Sizilien zum K√∂nigreich beider Sizilien (8. 12.). 1820 zur Gew√§hrung einer Verfassung gezwungen, widerrief er diese auf dem Kongress der Heiligen Allianz in Laibach und setzte sein absolutes Regiment mithilfe √∂sterreichischer Truppen durch.
 
¬†20) FeŐ£rdinand II., K√∂nig beider Sizilien (seit 1830), * Palermo 12. 1. 1810, ‚úĚ Caserta 22. 5. 1859, Enkel von 19); kehrte nach anf√§nglichen inneren Reformen zur absolutistischen Regierungsform zur√ľck. 1848 gew√§hrte er eine Verfassung, die er jedoch bereits im Mai durch einen Staatsstreich in Neapel au√üer Kraft setzte. Er bek√§mpfte den sizilianischen Aufstand (bis 1849) mit allen Mitteln und zog sich dadurch den Hass der Bev√∂lkerung zu. Von seiner Schreckensherrschaft lie√ü Ferdinand trotz britischer und franz√∂sischer, von C. Cavour veranlasster Proteste nicht ab. Ferdinand starb an den Folgen des Attentats vom 12. 12. 1856.
 
 Spanien:  
¬†21) FeŐ£rdinand VI., K√∂nig (seit 1746), * Madrid 23. 9. 1713, ‚úĚ Villaviciosa de Od√≥n (bei Madrid) 10. 8. 1759, Sohn Philipps V.; verfolgte eine strenge Neutralit√§tspolitik gegen√ľber dem weltpolitisch britisch-franz√∂sischen Gegensatz, √ľberlie√ü im √úbrigen die Regierung seinen Ministern Jos√© de Carvajal (‚úĚ 1754) und Marqu√©s de la Ensenada. Musik und Kunst zugeneigt, gr√ľndete Ferdinand die k√∂nigliche Akademie der Sch√∂nen K√ľnste (Real Academia de Bellas Artes de San Fernando). Nach dem Tod seiner Frau Barbara von Bragan√ßa (1758) fiel er in geistige Umnachtung.
 
¬†22) FeŐ£rdinand VII., K√∂nig (1808 und seit 1814), * San Ildefonso 14. 10. 1784, ‚úĚ Madrid 29. 9. 1833, Sohn Karls IV. und Maria Luisas von Parma. 1807 lie√ü sich Ferdinand von Gegnern des Ministers Godoy in Beziehungen zu Frankreich verwickeln. Diese ¬ĽKronprinzenverschw√∂rung von El Escorial¬ę und das Zerw√ľrfnis des spanischen Hofes erleichterte Napoleon I. 1808 die Besetzung Spaniens, die √ľber die ¬ĽRevolution von Aranjuez¬ę (Ausrufung Ferdinands zum K√∂nig, Abdankung des Vaters) im M√§rz zur Entthronung der Bourbonen im Mai 1808 in Bayonne (Thronverzicht Ferdinands und seines Vaters) und zum spanischen Unabh√§ngigkeitskrieg f√ľhrte. Ihn verlebte Ferdinand, vom Volk als Symbol des Freiheitswillens angesehen und herbeigesehnt (deshalb Beiname ¬Ľel Deseado¬ę, ¬Ľder Herbeigew√ľnschte¬ę), auf dem franz√∂sischen Schloss Valen√ßay. Erst im M√§rz 1814 kehrte Ferdinand zur√ľck, hob am 4. 5. die Verfassung von 1812 auf und regierte als absoluter Herrscher. Die Liberalen lie√ü er mit gr√∂√üter H√§rte verfolgen, die M√∂nchsorden, Inquisition und die Folter wiederherstellen; die liberale Revolution von 1820 wurde mit franz√∂sischer Hilfe niedergeschlagen (1823). Nach dem Tod seiner dritten Frau, der s√§chsischen Prinzessin Josepha (‚úĚ 1829), heiratete Ferdinand Maria Christina, Tochter Franz' I., des K√∂nigs beider Sizilien, die ihm 1830 die Thronerbin Isabella II. gebar. Um dieser die Thronfolge zu sichern, hob er durch die Pragmatische Sanktion (1830) das salische Erbfolgerecht auf. Die Thronanspr√ľche seines Bruders Don Carlos f√ľhrten zu den f√ľr diesen erfolglosen Karlistenkriegen. Wegen Ferdinands schwerer Krankheit leitete seit 1832 seine Frau die Regierungsgesch√§fte.
 
 
M. Artola: La Espa√Īa de Fernando VII (Madrid 1968).
 
 Tirol:  
¬†23) FeŐ£rdinand II., Erzherzog von √Ėsterreich, * Linz 14. 6. 1529, ‚úĚ Innsbruck 24. 1. 1595, Sohn von 1), Bruder Kaiser Maximilians II.; 1557 »ä in geheimer erster Ehe mit der Augsburger Patriziertochter Philippine Welser; war seit 1563 Landesf√ľrst von Tirol und Vorder√∂sterreich, leitete 1548-67 die Verwaltung B√∂hmens. In Tirol und den Vorlanden l√∂ste er 1567 den regierenden Regentschaftsrat ab. Dort wie auch vorher in B√∂hmen k√ľmmerte er sich als umsichtiger, radikale Ma√ünahmen gegen die St√§nde ablehnender Statthalter vornehmlich um eine Reform der Staatsverwaltung. Trotz st√§ndiger Finanznot f√ľhrte Ferdinand einen aufwendigen Hof, vollendete das Grabmal Kaiser Maximilians I. in Innsbruck und machte Schloss Ambras zu einem kulturellen Zentrum.
 
 
J. Hirn: Erzherzog F. II. von Tirol, 2 Bde. (Innsbruck 1885-87).
 
 Toskana:  
¬†24) FeŐ£rdinand I., FerdinaŐ£ndo I. de' Medici [-t Éi], Gro√üherzog (seit 1587), * Florenz 30. 7. 1549, ‚úĚ ebenda 17. 2. 1609, Gro√üvater von 25); seit seinem 14. Lebensjahr Kardinaldiakon, √ľbernahm anstelle seines verstorbenen Bruders Franz (Francesco de' Medici, Gro√üherzog 1574-79) die Regierung. Ferdinand nutzte die vorhandenen wirtschaftlichen Mittel zur Befriedung des Landes, Ausweitung des Handels und Verkehrswesens (Ausbau des Hafens von Livorno, Trockenlegung des Chianatals und der Maremmen) und f√ľr die Verst√§rkung der Flotte, mit der er gegen die Osmanen mehrfach siegreich blieb.
 
¬†25) FeŐ£rdinand II., FerdinaŐ£ndo II. de' Medici [-t Éi], Gro√üherzog (seit 1621), * 14. 7. 1610, ‚úĚ 23. 5. 1670, Enkel von 24); geriet nach √úbernahme der selbstst√§ndigen Regierung 1628 rasch in Abh√§ngigkeit von Spanien und versuchte im Drei√üigj√§hrigen Krieg (1618-48) vergeblich, eine Liga zur Erhaltung der Neutralit√§t italienischer Staaten zu bilden.
 
¬†26) FeŐ£rdinand III., Gro√üherzog (1790-1801 und seit 1814), * Florenz 6. 5. 1769, ‚úĚ ebenda 18. 6. 1824; aus dem Haus Habsburg-Lothringen, folgte seinem Vater, Gro√üherzog Leopold I., als dieser Kaiser wurde (Leopold II.). Ferdinand nahm zun√§chst eine neutrale Haltung gegen√ľber dem revolution√§ren Frankreich ein, musste aber 1801 auf sein Land verzichten; 1803-05 war er Kurf√ľrst von Salzburg, 1805-14 Kurf√ľrst (seit 1806 Gro√üherzog) von W√ľrzburg; 1814 erhielt er die Toskana zur√ľck.
 
 
F. Pesendorfer: Ein Kampf um die Toskana. Großherzog F. III. 1790-1824 (Wien 1984).

Universal-Lexikon. 2012.

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